Sind ungeimpfte Kinder gesünder als geimpfte?

Ganz klares Nein. Dazu gibt es viele vergleichende Untersuchungen und keine konnte einen Vorteil von Ungeimpften feststellen. (Mehr dazu hier). Interessant ist die sogenannte KiGGS-Studie. In dieser ist erkennbar, dass sich geimpfte und ungeimpfte Kinder gesundheitlich nur in einer Sache unterscheiden: Die Geimpften haben die Krankheiten, gegen die sie geimpft sind, signifikant weniger (hier).

Vielleicht haben Sie auch schon einmal davon gehört, dass Kinder angeblich einen Entwicklungsschub nach einer durchlittenen Kinderkrankheit machen. Oft argumentieren Impfgegner so und sitzen einmal mehr dem Fehlschluss „danach, aber nicht deswegen“ auf. Sicherlich lebt ein Kind, das wochenlang krank war, auf und nimmt nun wieder rege am Leben teil. Dies sind die nachvollziehbaren Zeichen der Gesundung, haben aber nichts mit einem angeblichen Entwicklungsschritt zu tun. Wer es ertragen kann, sollte sich einmal das Martyrium eines Babys ansehen und anhören, das Keuchhusten hat – dies wird im Film auch kurz gezeigt. Danach wird wohl kaum mehr jemand an der These festhalten können, dass ein Kind so eine Qual benötigt, um sich gut und positiv zu entwickeln. Wir haben oftmals wohl nur vergessen, wie schlimm und bedrohlich Kinderkrankheiten sein können – weil die allermeisten Kinder zum Glück dagegen geimpft sind.

Übrigens: Ginge es um das reine Geldverdienen, dann wäre aus Sicht der Pharmaindustrie und der Ärzteschaft die Behandlung von Krankheiten attraktiver als deren Vorbeugung/Verhinderung durch eine Impfung. Impfstoffe sind für pharmazeutische Unternehmen in der Regel wirtschaftlich wenig interessant. Die immer wieder gehörte Behauptung, Impfen diene nur den materiellen Interessen der Hersteller, ist angesichts dessen blanker Unsinn.